[...] Gustave Vogt (1781-1870) war weit mehr als nur ein virtuoser Musiker seiner Zeit. Als langjähriger Professor am Pariser Konservatorium, Solist der Pariser Oper und Mitglied der königlichen Kapelle prägte er das musikalische Leben Frankreichs über Jahrzehnte hinweg.
Rossini schrieb sein berühmtes Wilhelm Tell-Solo für ihn, und Hector Berlioz wurde durch ihn inspiriert. Einer seiner Verdienste liegt in der Evolution seines Instruments. In einer Ära, in der sich die Oboe im Umbruch befand, suchte Vogt unermüdlich nach Wegen, die mechanischen Möglichkeiten zu erweitern, ohne dabei den charakteristischen, gesanglichen Kern des Klangs zu opfern. Seine Zusammenarbeit mit Instrumentenbauern wie Triébert legte den Grundstein für das, was wir heute als die französische Schule der Oboe kennen.
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Zu diesen Schülern zählte auch Auguste Bruyant (1827-1900), dem wir es zu verdanken haben, dass viele Werke seines Lehrers gesammelt und bewahrt wurden.
In einer Abschrift ebendieses Schülers ist auch das hiermit erstmals veröffentlichte Werk Flûte enchantée (Mozart) arrangée pour c[or] anglais erhalten.
In seinem hervorragenden Buch The Premier Oboist of Europe: Portrait of Gustave Vogt katalogisiert Geoffrey Burgess das Werk unter der Nummer II:b.5 und weist darauf hin, dass es auf einem weiteren unvollständigen Variationssatz von Vogt für Englisch Horn und Streicher über dasselbe Thema aus Mozarts Zauberflöte (II:b.5) basiert. Dieser weist enge Ähnlichkeiten mit dem vorliegenden Satz auf, enthält jedoch eine Einleitung von Anton Reicha und ist in dem Autograph Ms 16755 überliefert. [...]