Tonbeispiel:
Bernhard Forster, Oboe
Thomas Acker, Fagott
Drei Duetti für Oboe und Fagott
RWZ*
Verlagsnr.
Duetto Nr.1
5.23
B-Dur
bfc164
Duetto Nr.4
5.24
G-Dur
bfc162
Duetto Nr.5
5.25
F-Dur
bfc163
*Thematisch-systematisches Werkverzeichnis von Claus Reinländer
Ausgabe: Stimmensatz und Taschenpartitur Rabatt: Alle drei Duetti zusammen für € 29,--
Joseph Fiala kam am 2. März 1748 in Lochowitz (Lochovice) in Böhmen, südwestlich von Prag, als Sohn des Schullehrers Andreas Fiala und seiner Frau Ludmilla zur Welt.
Am 20. Dezember 1774 wird Fiala erstmals in Wallerstein am Hof des Fürsten Kraft Ernst zu Oettingen-Wallerstein genannt. Er komponierte für die Hofmusik Sinfonien und Kammermusik. Im September 1777 kam es zur ersten Begegnung mit Wolfgang Amadé Mozart; dieser berichtete seinem Vater über dessen Werke: „Ich muß sagen, daß sie recht hübsch sind; er hat gute Gedancken.“
Nach seiner Zeit in Wallerstein suchte Fiala nach einer neuen Anstellung; die Familie Mozart, insbesondere Leopold Mozart, half ihm dabei. Dieser arrangierte ein Treffen mit dem Salzburger Erzbischof, der von Fiala angetan war. Zudem suchte er nach dem Weggang des Oboisten Giuseppe Ferlendis (1755–1802) dringend Ersatz.
Aufgrund einer chronischen Schwäche der Atemwege bzw. der Lungen musste Fiala den Beruf als Oboist aufgeben und arbeitete fortan nur noch als Gambist und Cellist, unter anderem in St. Petersburg und zuletzt am Hof in Donaueschingen. Dort starb er am 31. Juli 1816.