Die Autorschaft Heinichens ist nicht ganz geklärt.
aus dem Vorwort:
[...] Das Manuskript dieser bislang unveröffentlichten Sonate befindet sich in der Universitäts-bibliothek Rostock unter der Signatur Ms. parts, Mus. saec. XVIII:64.3.
Das Titelblatt gibt folgende Besetzung an: | Trio | â | 1 Hautbois | 1 Violino | et | Basso Continuo
Das Werk liegt zum einen in einer Abschrift in drei Einzelstimmen vor, wobei die mit »Cembalo« überschriebene Bassstimme mit Generalbassziffern versehen ist, und zum anderen in zwei Einzelstimmen der Melodieinstrumente, wobei diese im französischen Violinschlüssel notiert sind. Die letztere Fassung hat auch im dritten Satz ›Affetuoso‹ den Zusatz ›Adagio‹. Die vage Vermutung Krügers (Die Musikaliensammlungen des Erbprinzen Friedrich Ludwig von Württemberg-Stuttgart), dass es sich um ein Werk Johann David Heinichens handelt, gewinnt an Substanz, wenn man den Beginn des ersten Satzes mit dem seiner Triosonate in G-Dur für dieselbe Besetzung (bfc 12) und dem langsamen Satz mit dem seiner Triosonate für Oboe, Viola und Generalbass (bfc 96) vergleicht. Die satztechnischen Ähnlichkeiten erhärten diese Annahme. Die Generalbassaussetzung stammt von Giovanni Michelini. [...]