begann seine musikalische Ausbildung als Thomaner in Leipzig unter der Anleitung von Johann Schelle und Johann Kuhnau. Bereits zu Schulzeiten komponierte er für die Leipziger Oper. Nach seiner Zeit als Hofkomponist in Zeitz verweilte er knapp sieben Jahre in Italien. Im Jahr 1717 wurde er schließlich zum Kapellmeister am Hofe von August dem Starken in Dresden ernannt. Heinichens umfangreiches Schaffen erstreckte sich über verschiedene Genres, darunter Opern, Kantaten, Konzerte, Sinfonien, Kammermusik und vieles mehr. Im Jahr 1728 veröffentlichte er sein wegweisendes theoretisches Werk "Der Generalbaß in der Komposition".
Tonbeispiel:
Oboe d’amore: Bernhard Forster
Violine: Megumi Ikeda
Violoncello: Lorraine Buzea
Cembalo: Peter Stenglein
das ganze Werk ist auch auf zu hören.
aus dem Vorwort:
[...] Das Manuskript der hiermit erstmals edierten Triosonate von Johann David Heinichen befindet sich in der Universitetsbiblioteket Lund, Schweden (Saml.Engelhart 179-180) und ist nahezu die gleiche Musik wie die bei Seibel (258) und Haußwald (III.14,a) katalogisierte Musik der Triosonate in c-moll, in der Version für Oboe, Violine und Generalbass.
[s.befoco bfc 13] Das Werk liegt in drei Einzelstimmen ohne Titelblatt vor. Auf der Oboe-d’amore-Stimme findet sich lediglich der Vermerk Sonata. Hautboe d’amour sowie (in Bleistift) der Zusatz Heinichen? Im Gegensatz zur c-moll Fassung gibt es einen Stimmwechsel der Solostimmen im ersten Satz ab Takt 42, sowie im gesamten zweiten Satz. Außerdem finden sich im dritten Satz zwei zusätzliche Takte, die in dieser Ausgabe durch Klammern hervorgehoben sind: Takte 22 und 23 (analog den Takten 73 und 74). Die Basso-Stimme ist nur teilweise überliefert, nämlich nur der zweite und dritte Satz. Diese unterscheidet sich in einigen wenigen Oktavierungen. [...]